Samstag, 18. Mai 2013

Lauwarmer Spargelsalat mit Räucherlachs



Letztes Jahr hat Nata vom Pastasciuttablog einen schönen Spargelsalat gezeigt, allerdings auf einem Salatbett - bei mir geht es dem Spargel nicht so gut, der kriegt kein Bett! Dafür Grobkörniges oben drauf: gebrochenen Pfeffer und Fleur de Sel.


Das gehört zu den wenigen Momenten, in denen ich auch zum Salz-Junkie werde: Ein schönes Stück Salzkristall auf einem perfekt gekochten Ei, das ist Luxus!

Der Spargelsalat ist einfach und schnell gemacht:
Nata entrindet Toastbrot, aber bei mir darf gewürfeltes No Knead Bread samt Rinde in eine Pfanne mit ein wenig Olivenöl, wo die Brotwürferln sanft vor sich hinbraten. Ebenso sanft wird der gewaschene und von den holzigen Enden befreite grüne Spargel in einer zweiten Pfanne in Olivenöl geschmurgelt. In der Zwischenzeit ein Ei 8 Minuten kochen - bloß nicht zu viel, denn zu hart gekochte Eier schmecken nicht.
Eine Marinade aus wenig Salz, Spargelessig vom Gegenbauer, Walnussöl vom Hartl und einem Hauch Honig abmischen. Den gegarten Spargel noch warm mit der Marinade mischen und ein paar Minuten stehen lassen.
Paradeiser in Stücke schneiden, zum Spargel geben und kurz miteinander vermischen. Dann alles schick auf einem Teller anrichten, mit Ei und Räucherlachs garnieren.
Und dann mit gebrochenem Pfeffer und Fleur de Sel oder anderem grobem Salz bestreuen.


Donnerstag, 16. Mai 2013

Mönchsbart-Frittata

Auf die Idee, einen Teil meines Mönchsbarts so zu verwerten, hat mich der liebe Robert gebracht, allerdings machte er Eiertätsch, das im Gegensatz zu Frittata flach bleibt. Frittata wird auf einer Seite angebraten, kurz in den Ofen geschoben und geht dort ein bissl hoch.


Zutaten für 2 Personen:
1/2 Bund Mönchsbart
1 Hand voll Kirschparadeiser (Deutsche nehmen Cocktailtomaten), halbiert
1 Schalotte, in kleine Würfel geschnitten
1 kleine Knoblauchzehe
6 Eier (Größe M)
1 kleines Stück Speck, würfelig geschnitten
Ricotta (schnittfesten, sonst Ziegenfrischkäse als Ersatz)
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Herd auf 250 Grad vorheizen.

Mönchsbart sehr gut säubern! Der ist dreckig ohne Ende. Wie mein Hund nach einem langen Spaziergang bei Regenwetter schaut der aus. Waschen, waschen und noch einmal waschen ist angesagt. Dann die Halme von den Stängeln zupfen. Mit einem Stück Küchenrolle abtrocknen. Und dann ist der Herd auch schon auf 250 Grad, wetten? ;)

In einer Oma-Pfanne (ofenfester Griff!) Olivenöl erhitzen, Speck und Schalotten anbraten, Knoblauch ganz fein hacken, kurz mit anbraten, Paradeiser und Mönchsbart ein paar Minuten mitbraten. In der Zwischenzeit die Eier verschlagen, salzen. Die Eiermischung zu den anderen Zutaten in die Pfanne geben, Ricotta abzupfen und in Wölkchen auf die Eiermischung setzen. Wenn die Eier auf der Unterseite angebraten sind, die Pfanne für ca. 4 Minuten ins Rohr geben. Ständig reinschauen, weil 250 Grad sind wirklich heiß, da geht das von einem Moment auf den anderen zwischen schön angebraten und verbrannt. Wenn die Frittata aufgegangen ist, herausnehmen und mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

 Mit Blattsalaten servieren.



Und weil's so wunderbar schnell geht, ist das mein Beitrag zur Cucina rapida:
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Dienstag, 14. Mai 2013

Eingelegte Artischocken



Bevor es ans Rezept geht, hole ich ein bissi aus. Wir waren ja die letzten beiden Wochen in Italien, die meiste Zeit in Venedig. Und zwar genau zur Artischockenzeit! War zwar nicht beabsichtig, aber ein erfreulicher Nebeneffekt. Und in Venedig gibt es nur Weniges, das "normal" ist. Angefangen bei den Anfängen von Venedig, denn wer kommt schon auf die Idee, in einem Malariagebiet Holzpflöcke ins Meer zu hauen und da Häuser drauf zu bauen?

Aber zurück zu den Artischocken: Die heißen nicht einfach Carciofo wie im Rest von Italien, sondern Castraure.
Als ich die Preise für die Castraure am Markt bei der Rialto-Brücke gesehen habe, hat es mich fast aus den Socken gehauen: 1 Euro pro Stück! Und das sind wirklich winzige Dinger. Also entstand der Plan, die Artischocken direkt ab Erzeuger zu beziehen.

Diese Castraure wachsen auf einer venezianischen Insel namens San Erasmo - falls es jemand nicht wissen sollte: Venedig ist nicht eine einzige Insel, sondern besteht aus vielen kleinen Inselchen. Eine davon ist San Erasmo, eine ganz unbekannte und touristisch gar nicht erschlossene Insel - 4 km lang und ein paar hundert Meter breit. Sie ist gänzlich landwirtschaftlich genützt.

Die Artischocken bilden im ersten Jahr nur kleine Rosetten, ab dem zweiten Jahr kann für ca. 5 Jahre geerntet werden, dann ist Ende. Daher diese unterschiedlich großen  Pflanzen.


Der Tag war wunderbar! Strahlender Sonnenschein und überhaupt keine Touristen. Das war unglaublich wohltuend nach der Zeit, die wir durch Venedig, Murano, Burano und wie die Inseln alle heißen, geschoben wurden.  Es gibt ja auch wirklich nicht viel zu sehen auf San Erasmo als links und rechts Felder.

Als wir dort waren, hätte ich mir ein Fahrrad gewünscht, denn damit könnte man die Insel sicher wunderbar umrunden.

Man sieht es den Pflanzen an: das sind Disteln. Und die werden groß, ganz schön sogar. Hier habe ich den Turbohausmann neben eine Pflanze gestellt, damit man das ein bissl abschätzen kann.

Auf San Erasmo hat sich die Lage anders dargestellt als geplant: ein einziges Schild fanden wir, auf dem Direktvermarktung angeboten wurde. Dort war aber niemand anzutreffen. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, am Abend dort aufzukreuzen, weil tagsüber sieht man kaum jemanden.

Die Leute, die auf San Erasmo wohnen, fahren mit diesen kleinen dreirädrigen Transportwägen mit Ladefläche. Einige wenige haben unseren Weg gekreuzt, sonst waren wir mit jeder Menge Landschaft allein.

Wir mussten uns also leider wieder unverrichteter Dinge von San Erasmo verabschieden. Dennoch war die Zeit nicht vergeudet und sollte man sich ein paar Stunden auf dieser Insel gönnen, wenn man einmal vollkommen abseits der sonstigen touristischen Wege gehen möchte. Wir haben die Zeit auf der Insel genossen!


Manchmal überkommt mich der Wahnsinn und dann kommt so etwas heraus: Ich habe am letzten Tag einen Berg (ca. 1 Kilo) der wunderschönen winzigen Artischocken gekauft und mit nach Wien gebracht. Wenn ich keine Arbeit hab, dann mach ich mir eine ... Denn das, was ich da getan habe, war wirklich grenzwertig. Eine gefühlte Ewigkeit hat das gedauert, bis ich diese Winzlinge geputzt hatte!

Übrigens: Falls jemand Artischocken kauft, sollte man die wirklich rasch verarbeiten. Langes Herumliegen tut ihnen nicht gut, irgendwo habe ich gelesen, sie würden sogar giftig nach zwei Tagen, aber das kann auch ein Gerücht sein. Weiß vielleicht jemand Genaueres?




Letztens hat mir jemand gesagt, dass er absolut gar keine Ahnung hat, was man mit Artischocken eigentlich tun muss, damit man sie essen kann. Daher geht es mit Fotos und Schritt-für-Schritt-Anleitung weiter.

Schritt Nummer 1: Einen Topf mit 2 l Wasser und dem Saft von zwei Zitronen bereit stellen. Artischocken verfärben sich ganz rasch, wenn sie einmal angeschnitten sind. Das heißt, sofort nach dem Herumgeschnibbsel schmeißt man sie in das Zitronenwasser!

Man schneidet den Stiel der Artischocke ab und ca. 1/3 der Spitze.

Die äußeren, harten Blätter zupft man ab. Wenn die ersten Blättchen unten dick und fleischig sind, ist man dort angekommen, wo man hin will.

Die venezianischen Artischocken kann man angeblich ganz essen, aber ich bin da pingelig: Bei mir muss das Heu immer raus. Bei den Winzlingen am besten mit dem Stiel eines Mokkalöffels zu bewerkstelligen. Ist auch das heraußen, wandern die Artischocken in das Zitronenwasser.

Falls jemand nicht weiß, warum ich da Einweghandschuhe trage: Hier sieht man es. Artischocken färben grauslich ab und das hält auch recht gut an den Fingern.
Zu den Artischocken im Zitronenwasser kommt nun noch eine ganze Zitrone, in Scheiben geschnitten. Weiters ein paar Lorbeerblätter - meine sind bio und daher entsprechend klein, also habe ich 5 genommen. 2 TL schwarze Pfefferkörner, 2 Gewürznelken, 1 Glas Weißwein und 1 Glas Weißweinessig (je 1/8 Liter), weiters ein paar Zweige Thymian dazugeben und alles zum Kochen bringen. Meine kleinen Artischockerln waren nach 8 min. so weit, dass ich sie abseihen konnte.  Wenn sie ausgedampft sind, in noch heiße, sterilisierte Schraubgläser geben, mit Olivenöl bedecken, Gläser zuschrauben.

Ja, ja, ich weiß, ich werde einen Preis für dieses Foto gewinnen ... ;)



Inspiration für das Rezept war das Kochbuch "eatdrink" von Klaus Kamolz, erschienen im Metroverlag.

Sonntag, 12. Mai 2013

Wieder da.




Sehr schön ist es gewesen. Urlaubsposting habe ich dieses Mal keines gemacht, weil Italien ein Entwicklungsland ist, was Internetzugang betrifft.

Wir haben je ein Paar Schuhe durchgelatscht, die Zeiten am Pool waren eher knapp bemessen, aber ein Foto von meinen Chilischlapfen musste einfach sein.


Zu den venezianischen Artischocken wird es bald ein eigenes Posting geben - wir waren nämlich genau zur richtigen Zeit dort!














Wo das war, weiß bestimmt jemand. Frau Küchenschabe? Frau Fliederbaum? Ihr wisst das!


Und so hat mich das Wiener Wetter empfangen, aber mein Balkonien macht das alles wieder gut. Wenn ich aus meinem Arbeitszimmer schaue, sehe ich derzeit ein einziges Blütenmeer.


Der Estragon ist hüfthoch! Wird Zeit, dass ich wieder einmal Estragonsalat mache, bevor mir dieses Unkraut alles zuwuchert. Vor allem habe ich auch schnittfesten Ricotta aus Italien mitgebracht, also steht dem Salat nichts mehr im Weg.

Blühende Pimpinelle! Die hatte ich immer geerntet, sodass sie nie zum Blühen kam. Ich hab daher keine Ahnung, ob ich die Blüten besser wegzupfe. Weiß das jemand?


Ribiseln und Walderdbeeren wetteifern miteinander.

Und das Erdäpfelprojekt schreitet voran. Im Moment habe ich eine Regenpause für die Fotos genutzt, anhäufeln werde ich irgendwann nächste Woche, wenn einmal ein schöner Tag zum Gärtnern ist.
Ein Mitbringsel aus dem Urlaub: Mönchsbart. Da kommen demnächst auch zwei Postings, was damit geschehen wird.

Manche Leute sind komisch, die kaufen sich Blumen und stellen die in einer Vase auf den Tisch! Kennen die kein Gemüse? ;)

Sonntag, 28. April 2013

Erdäpfeln und Salat

Es hat sich so ergeben, dass ein paar BloggerInnen gemeinsam Erdäpfeln anbauen: Bei der Giftigen Blonde, die übrigens gar nicht giftig ist im wirklichen Leben und erst recht nicht im Blog, werden derzeit Nägel mit Köpfen bzw. Erdäpfeln in Töpfen gemacht.


Zuerst von mir eine Empfehlung für die balkongärtnernden WienerInnen: Die MA 48 verkauft wunderbare Blumenerde in 40-Liter-Säcken. Die Erde ist torffrei, was mir als Gutmenschen wichtig ist, und mit Kompost, der aus der Wiener Biotonne gewonnen wird, gedüngt. Abgesehen davon, dass ich diese Wiederverwertung toll finde, ist die Erde, die ich nun zwei Jahre getestet habe, wirklich empfehlenswert.

Näheres dazu hier: click
Und nun werden die Erdäpfeln gepflanzt: Dazu habe ich den größten Topf, den ich finden konnte, komplett ausgeräumt. Ganz unten im Topf müssen Abzugslöcher sein, die man mit Tonscherben abdeckt, damit die Erde die Löcher nicht verstopft und das Wasser immer abrinnen kann.
Man kann dann eine Schicht Blähton in den Topf geben, ich habe schon so viele Töpfe auf Balkonien zerdeppert, dass ich einfach noch eine Schicht Tonscherben draufgelegt habe.

Dann kommt eine Schicht Erde. Bei mir ca. 10 cm hoch. Wenn man ungedüngte Erde nimmt, arbeitet man am besten Hornspäne oder Kompost ein. Da drauf kommen die (vorgetriebenen) Erdäpfeln. Ob es sein muss, dass die Erdäpfeln schon Triebe zeigen, da scheiden sich die Geister.

Vorgabe für diese gemeinsame Erdäpfel-Aktion waren eigentlich 3 Erdäpfel pro TeilnehmerIn, aber ich habe 5 vorbetriebene blaue Erdäpfeln von einem Biobauern geschenkt bekommen, da konnte ich nicht zwei wegwerfen.
Auf die Erdäpfel kommt wieder eine Schicht Erde, wieder ca. 10 cm. bei mir.

Gegossen wird anfangs eher wenig. Ich habe noch einmal im Internet nachgelesen. Erdäpfel habe ich seit vielen Jahren auf Balkonien und ich glaube, ich habe bisher zu viel gewässert. In der Zeit wird z. B. bei Balkonanbau anfangs nur einmal pro Woche gewässert, später dann alle 3 Tage.

Da wir jetzt wegfahren und ich der Hundesitterin nicht auch noch die Pflege von Balkonien zumuten will, wird der Erdäpfeltopf an die Gießanlage angeschlossen, die einmal am Tag automatisch bewässert. Ich will eh nicht die dicksten Erdäpfeln ... ;)





Und damit nicht alle irgendwann ihre Erdäpfeln selber ziehen müssen, unterschreibt bitte alle bei Global 2000 gegen das geplante, unselige Saatgutrecht: click


Gleich noch etwas Gutmenschliches: Ich wurde angeschrieben vom offiziellen Botschafter für Jamie Olivers Food Revolution Wien. Damit die Kinder lernen, wie sie aus den selber angebauten Erdäpfeln Salat machen können, halte ich das für eine sinnvolle Aktion. Ich wurde um "redaktionelle Veröffentlichung" gebeten, also woll ma amal:
Wir möchten .... 
  • den Kindern einen praktischen, gesunden, richtigen Umgang mit Lebensmitteln näher bringen
  • zeigen wie viele frische und verwertbare Lebensmittel täglich weggeschmissen werden
  • zeigen wie “kinderleicht” es ist gesunde und schmackhafte Gerichte zuzubereiten
  • Wann und wo? Als ehrenamtliche Botschafter veranstalten wir einen “Disco Salat für Kinder” am 17. Mai auf dem Biobauernmarkt Freyung im Rahmen von Jamie Olivers globalen Food Revolution Days.




Damit verabschiede ich mich nun für zwei Wochen, die ich im sonnigen Süden verbringen werde. Ich wünsche allen eine schöne Zeit. Ciao!


Freitag, 26. April 2013

Topfentorte mit Maracuja-Curd


Lange hat es gedauert, bis ich endlich so viele schöne Maracuja gefunden habe. Überall werden sie seit ein paar Monaten verkauft, aber meistens ganz glatte Früchte, also unreif. Und dann habe ich tatsächlich das Glück gehabt, bei einem ausnehmend ahnungslosen Verkäufer am Markt schrumpelige, also reife Passionsfrüchte zu ergattern. Billig waren die! Der gute Mann dachte nämlich, die sind nix mehr, wenn sie so hässlich ausschauen ... Typischer Fall von Beruf verfehlt.


Die Masse für den Tortenboden stammt von diesem Kuchen. Da wusste ich schon, dass der ruhig über Nacht warten kann und dennoch gut schmeckt.

4 Eier, Eigelb und Eiklar getrennt
150 g Feinkristallzucker

70 g glattes Mehl
Schale von 1/2 Biozitrone
25 g Maisstärke

2 EL warmes Wasser

 

Backrohr auf 180 Grad vorheizen.
Eine Springform mit Butter ausstreichen und mit Mehl stauben. Eiklar zu Schnee schlagen, mit der Hälfte des Zuckers zu einer glänzenden Baisermasse weiterschlagen. Die Eigelb mit dem restlichen Zucker und der Zitronenschale zu einer hellgelben Creme rühren. Mehl und Maizena vorsichtig in diese Creme unterheben, dann erst die 2 EL Wasser dazugeben. Eischnee einrühren. Bei 180 Grad ca. 45 min. backen (Stäbchenprobe). Den Kuchen auf einem Backgitter abkühlen lassen.

Topfenmasse:
300 g Topfen
300 g Sauerrahm
300 g Schlagobers
5 Blatt Gelatine
1 EL Vanillezucker
80 g Zucker
Saft und Schale einer Bio-Zitrone

Kuchenboden aus der Form lösen, aber wieder in die Form hineingeben. Es geht nur zu diesem Zeitpunkt besser, den Kuchen abzulösen, als nachher, wenn alle Schichten schon drauf sind.

Die Gelatineblätter in kaltes Wasser einweichen. Topfen und Sauerrahm mit Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale mit dem Mixer gut verrühren. Die Gelatine gut ausdrücken, mit dem Zitronensaft erwärmen. Wenn die Gelatine geschmolzen ist, unter die Topfen-Rahm-Mischung rühren. Wenn die Masse zu stocken beginnt, Schlagobers schlagen, zu der Creme geben und gut verrühren. Auf die in der Form befindlichen Kuchenboden leeren. Abdecken und 2, besser 3 Stunden im Kühlschrank stocken lassen.

Maracuja-Curd:
12 Passionsfrüchte
4 kleine Eier
120 g Zucker
80 g Butter

Die Passionsfrüchte halbieren, das Innenleben durch ein Sieb streichen und den Saft auffangen. Eline schrieb letztens, dass man aufpassen muss, um die Kerne nicht zu zerdrücken, da sie sonst bitter werden. Also: vorsichtig durch ein Sieb streichen. 1 EL Kerne aufheben, den Rest kann man entsorgen. Der Saft sollte ca. 150 ml ergeben, was sich bei mir knapp ausging. Im Originalrezept werden dann alle Zutaten in einen Topf gegeben und auf dem Herd unter Rühren erhitzt, bis die Masse abbindet. Aber ich kenne mich, das schaffe ich im Leben nicht, dass mir das nicht zu kochen anfängt, daher habe ich es wie bei Curd gemacht: hier oder hier finden sich die genauen Vorgehensweisen. Die Kurzbeschreibung: Alles bis auf die Kerne in einen Topf, diesen in ein Wasserbad hängen, ca. 15 min. rühren, rühren, rühren, bis die Masse dicklich wird. Sollten es doch zu irgendwelchen Flöckchen kommen, die Masse durch ein Sieb streichen. Kerne einrühren und alles überkühlen lassen. Die Curd-Menge für eine Scheibe Brot auf die Seite stellen (wichtig!), den Rest über die Topfentorte leeren. Curd auf das Brot streichen und essen - wer so eifrig bäckt darf zwischendurch auch mal naschen. Abermals ab mit der Torte in den Kühlschrank, dieses Mal reicht eine Stunde. Nach der Kühlzeit die Torte aufschneiden und auch essen.


Was es nach dem Essen zu sagen gibt:
Der Kuchen war total gut! Ausschauen tut er toll.
Wenn man die einzelnen Stücke schneidet, das Messer zwischendurch immer mit heißem Wasser abspülen, damit nicht so wie auf dem Foto verschmierte Stücke entstehen. Aber da das eine Premiere war, musste ich es erst lernen.
Im Prinzip ist die Torte nicht viel Arbeit, nicht kompliziert, nur die Kühlzeiten muss man einhalten. Sie ist recht aufwändig, was den Geschirrverbrauch angeht. Also nur nachkochen, wenn man nichts gegen viel schmutziges Geschirr hat.


Die Idee für diese Torte stammt aus der Zeitschrift Käsekuchen - süß und herzhaft, aber da ist nichts mehr so geblieben, wie es einmal war, daher macht es auch wenig Sinn, das Rezept hier zu posten.

Mittwoch, 24. April 2013

Quinoa-Reis-Pilaw mit Welsfilet

Schnell, einfach, gesund! Ungewöhnlich für meinen Blog, oder? Zumindest das Gesunde ... ;)
Gefunden bei bbc good food, einer steten Quelle erfreulicher Rezepte. Und heute red ich nicht lang herum, sondern koche drauf los.

Menge: Bei uns für 2 Hauptspeisenportionen mit den Fischfilets, ich habe dann noch ein weiteres Mal eine Portion mit Salat verdrückt.



250 g Cocktailparadeiser, halbiert
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel, in dünne Scheiben geschnitten
3 Stangen Staudensellerie, in Scheiben geschnitten
1/2 TL Kümmel
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
100 g Basmati-Reis
140 g Quinoa (ich: roter)
1/2 Bund Dill, gehackt
500 ml Hühnerfond
50g Pinienkerne, geröstet
Salz
Pfeffer (ich: Melange blanc)
1 Prise Zucker

2 Welsfilets

Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Paradeiser in eine Form legen und mit 2 EL Olivenöl besprenkeln, ich habe sie gesalzen und mit einer Prise Zucker bestreut. Laut Rezept sollten sie in 15 min. fertig sein, aber ich hatte sie fast 25 min. im Rohr, dann sahen die Paradeiser so aus, wie ich sie wollte: ein bissl angetrocknet und gar.
Quinoa in einem Sieb gut abspülen, abtropfen lassen.
Das restliche Olivenöl erhitzen - die Pfanne groß genug wählen, denn da kommt alles mit rein. Zwiebel, Sellerie, Kümmel und Knoblauch anrösten, würzen. Bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten rösten, bis der Zwiebel goldbraun ist. Reis und Quinoa dazugeben, mit dem Hühnerfond aufgießen, zudecken. Alles zusammen ca. eine Viertelstunde sanft köcheln. Probieren, ob Reis und Quinoa gar sind, wenn nötig weiter garen. Ich hatte schon verschiedene Arten von Quinoa, dieser hier war wirklich in 15 Minuten gar. Tomaten, Dill und Pinienkerne unterheben, servieren.

Bei uns gab es dazu Wels - nicht den aus Afrika, den man oft bekommt, sondern heimischen Süßwasserwels. Das war eine Premiere für mich. Fisch salzen und pfeffern, Olivenöl und Butter erhitzen, den Fisch auf jeder Seite 3 min. braten. Die Filets waren bei uns bereits enthäutet. Der Fisch ist relativ fest im Fleisch und hält auch ohne Haut gut die Form. Geschmacklich? Recht derb.


Ich schicke diesen Beitrag wieder einmal bei Peggy und ihrem Fisch-Event vorbei.