Samstag, 23. Oktober 2010

Schokolade-Birnen-Kuchen

Eines meiner liebsten Rezepte, das sehr wandelbar ist. Man kann es sowohl mit frischen als auch mit Kompottbirnen zubereiten. Wenn man Lust hat - eine Hand voll gehackter Nüsse zum Teig schaden nicht. Den fertigen Kuchen kann man mit Marillenmarmelade bestreichen oder mit Zimt-Zucker bestreuen, wie immer man gerade aufgelegt ist.

Zutaten:
1 große Dose Birnen oder 1 kg vollreife Birnen, geschält, in Spalten geschnitten und in Zitronenwasser mariniert
100 g dunkle Kuvertüre
3 große Eier
100 g Zucker
150 g Butter
15 g Kakaopulver
1 gehäufter TL Vanillezucker
250 g Mehl
80 ml Eierlikör
70 ml Milch
1/2 Pkg. Weinstein-Backpulver


Zubereitung:
Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. In der Zwischenzeit die handwarme Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, nach und nach die 3 Eier einrühren. Die Eier immer mindestens eine Minute mit dem Mixer in die Butter gut einarbeiten. Dann die überkühlte Kuvertüre in die Buttermasse einrühren.
In der Zwischenzeit Mehl, Kakaopulver und Backpulver vermischen. Dann abwechselnd Milch, Eierlikör und die Mehlmischung unter die Buttermasse rühren. Die fertige Kuchenmasse in eine mit Butter eingefettete und mit Bröseln ausgestreute Springform füllen. Die Birnen oben auf dem Teig verteilen - sie sinken beim Backen ein!
Im vorgeheizten Rohr ca. 60 min. backen.
Der heiße Kuchen kann mit Marillenmarmelade bestrichen werden. Alternativ den überkühlten Kuchen mit Zimtzucker bestreuen.







































Zwiebelkuchen

Für den Germteig:

250 g glattes Mehl
50 g Butter
1/2 Würfel Germ
1 TL Salz
1 Prise Zucker
150 ml lauwarme Milch

Belag:
1/2 kg Gemüsezwiebeln
100 g durchzogenen Speck
2 Eier
1 Becher Sauerrahm
Salz
Pfeffer
Majoran
Kümmel
Petersilie






Für den Teig die Germ in der Milch auflösen, Salz, Zucker und ein wenig Mehl hinzufügen, alles gut verrühren. Das Dampfl mit Mehl bedecken und aufgehen lassen. Das aufgegangene Dampfl zum restlichen Mehl geben und gut verkneten. Den Teig auswalken und eine Springform damit auskleiden, 20 min. aufgehen lassen.
In der Zwischenzeit den Speck kleinwürfelig schneiden, auf kleiner Flamme auslassen. Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden und im Speckfett glasig werden lassen - soll nicht zu dunkel werden. Mit Kümmel, Majoran, Petersilie, Salz und Pfeffer würzen. Sollten die Zwiebeln viel Flüssigkeit abgeben, kann man diese mit ein wenig Mehl binden. Die überkühlte Zwiebelmasse auf dem aufgegangenen Germteig verteilen und im vorgeheizten Backrohr bei 200 Grad ca. 15 min. vorbacken. In der Zwischenzeit den Guss aus Sauerrahm und Eiern herstellen. Der kommt dann über den vorgebackenen Kuchen. Nochmals für ca. 30 min. ins Rohr schieben.
Dazu passt grüner Salat.

Ein hervorragendes Begleitessen zu Sturm!

Freitag, 22. Oktober 2010

Kürbis-Frittata

Herzlichen Dank an bbc good food für dieses Rezept, dort unter dem Namen Squash, sage & Gruyère frittata.
Das Gericht  ist einfach zu kochen, schmeckt aber dennoch raffiniert. Nächstes Mal kommen bei mir 2 Chilis rein.

1 TL Olivenöl
1 große Schalotte
600 g Butternuss-Kürbis, schälen und würfeln 1 Hand voll Salbeiblätter, zerkleinert
6 Eier, verschlagen
100 g Gruyere, gerieben
1 Chili, klein gehackt.
Das Backrohr auf 150 Grad vorheizen.

In einer Pfanne mit hitzebeständigem Griff das Öl erhitzen und die Schalotten- und Kürbiswürfel sowie den Salbei dazugeben. Unter häufigem Wenden ca. 10 min braten. In einer Schüssel die Eier verschlagen, salzen und pfeffern, den Käse einrühren. Den zerkleinerte Chili dazu und ebenfalls gut verrühren. Die Eimasse zu den Kürbiswürfeln gießen, kurz umrühren, auf dem Herd bei kleiner Hitze ca. 5 min. stocken lassen.
Dann ins Rohr stellen und ca. 10 – 12 min komplett garen lassen.
Dazu passt frisches Brot.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Berberitzen-Gugelhupf

Gugelhupf essen ist in Wien eine heilige Sache! Daher auch der Name dieser Köstlichkeit. Die Kapuze der Kapuzinermönche hieß früher Gugel und danach ist dieser Kuchen auch benannt. Und auch sonst ist der Gugelhupf mit der österreichischen Geschichte weiter verbunden. Katharina Schratt, das berühmte kaiserliche Gspusi, ließ für ihren Geliebten immer seinen Lieblingsgugelhupf liefern, wenn er zu Gast bei ihr war.

Diese Variante mit Berberitzen entstand durch Zufall, weil die Turbohausfrau wieder mal vergessen hatte, dass sie Rosinen kaufen sollte, allerdings waren gerade Berberitzen zur Hand, die dann statt der Rosinen in den Gugelhupf wanderten. Und das Experiment war ein voller Erfolg, da die sauren Berberitzen, dem Kuchen das gewisse Etwas verleihen.



Zutaten:
30 dag glattes Mehl
15 dag Butter
10 dag Kristallzucker
1 Würfel Germ
10 dag Berberitzen (oder Rosinen)
1/8 l Milch
1 Ei
4 Eidotter
1 TL Vanillezucker
etwas Rum
Zitronenschale
1 Prise Salz

Fett und Mehl für die Form
Staubzucker zum Bestreuen



Die Gugelhupfform mit flüssiger Butter auspinseln, mit Mehl einstauben.
Die Berberitzen in Rum einweichen.
Aus Germ, etwas lauwarmer Milch, 2 EL Mehl, 1 Prise Salz und 1 Prise Zucker ein Dampfl herstellen.Mit Mehl bedecken und aufgehen lassen, bis sich im Mehl Risse zeigen.
Danach die handwarme Butter schaumig rühren, die restlichen Zutaten einrühren, ganz am Schluss Mehl und das Dampfl einarbeiten. Den Teig in die Gugelhupfform einfüllen und an einem warmen Ort zugedeckt ca. 30 min. aufgehen lassen.
Im vorgeheizten Rohr bei 180 Grad (keine Umluft!) ca. 50 min. backen. Etwas überkühlt stürzen, erst anzuckern, wenn der Gugelhupf ganz ausgekühlt ist.






Überbackener Butternusskürbis

Danke an Mestolo für die Anregung! Das Rezept wurde von mir abgewandelt, nachdem es als Vorspeise Crostini mit Ziegenkäse und Zwiebelmarmelade gegeben hatte, um einer Überdosis Zwiebel zu entgehen.

Für 2 Personen:
1 kleiner Butternuss-Kürbis
1 Knoblauchzehe, gehackt
3 TL ÖL
1 Chilischote, gehackt
1 TL Thymianblätter, gehackt
1 kleine Zucchini, gewürfelt
1/2 rote Paprika, gewürfelt
1 Fleischtomate, gewürfelt
50 g Pinienkerne
100 g Ziegenkäse
1 TL Semmelbrösel
1 TL Petersilie, gehackt


Den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und die Oberfläche kreuzweise einschneiden.Den Knoblauch, die Chili, das Öl und den Thymian miteinander mischen und den Kürbis damit einstreichen. Für ca. 20 min in das Backrohr, bis das Fruchtfleisch weich ist.

Für die Füllung das Gemüse in etwas Olivenöl anbraten. Würzen und ca. 10 min braten, bis das Gemüse knackig ist. Die Tomatenstücke und Pinienkerne dazugeben, mitrösten - Vorsicht, damit die Pinienkerne nicht zu dunkel werden.

Semmelbrösel und Petersilie miteinander mischen, die restliche Olivenöl-Chili-Thymian-Mischung unterrühren. Das Gemüse auf den Kürbishälften legen, den zerkleinerten Ziegenkäse drüberstreuen und obendrauf die Bröselmischung geben.

10 - 20 min. im Ofen überbacken, bis der Käse geschmolzen und die Oberfläche gebräunt ist.



Dazu passt hervorragend Blattsalat, am besten mit Kürbiskernöl-Marinade!

Zwiebelmarmelade

Am besten schmeckt diese Marmelade mit den ganz zarten roten Zwiebeln, die es in Italien in der Region um Tropea gibt. Leider kann man diese in Wien nur sehr selten kaufen.

½ kg rote Zwiebel
1 EL Thymianblättchen
50 Gramm Rosinen
1 EL Johannisbeerlikör (Cassis)
2 EL Balsamicoessig
2 EL braunen Zucker
200 ml Rotwein
Salz
1 Lorbeerblatt
Olivenöl
½ Packung Gelierzucker 3:1

Die Rosinen mit kochendem Wasser übergießen und eine halbe Stunde stehen lassen. Das Wasser wird später nicht mehr benötigt.
Die Zwiebel in grobe Stücke schneiden und in einem guten Schuss Olivenöl anschwitzen – nicht zu dunkel rösten. Den braunen Zucker einrühren und alles karamellisieren lassen. Dann die übrigen Zutaten bis auf den Gelierzucker zufügen und alles 30 bis 40 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeiten eingekocht sind. Dann den Gelierzucker dazu und noch einige Minuten weiter kochen. Das Lorbeerblatt herausfischen, die Konfitüre in saubere Twist-Off-Gläser füllen. Die Gläser eine halbe Stunde auf dem Kopf stehen lassen.
Die Konfitüre schmeckt besser, wenn sie einige Tage durchgezogen ist.

Zwiebelmarmelade passt hervorragend zu dunklem Fleisch oder zu eingelegtem Ziegenkäse auf Crostinis!

Ribiselkuchen

Teig:
220 g Mehl
50 g Zucker
110 g Butter oder Margarine
1 Ei
1 Prise Salz
Butter zum Einfetten
Semmelbrösel zum Ausstreuen der Form
Etwas Milch oder Joghurt
Backpapier + Trockenbohnen zum Blindbacken

Für den Belag:
500 g Ribisel (= rote Johannisbeeren)
3 Eier
125 g Zucker
1 EL Vanillezucker
150 g gemahlene Haselnüsse




Zubereitung:
Aus Mehl, Zucker, Butter, Ei, Salz und etwas Milch oder Joghurt einen glatten Mürbeteig kneten.  Für ca. 30 Min. in den Kühlschrank legen. Anschließend eine gefettete, mit Bröseln ausgestreute Springform (26 cm) mit dem Teig auskleiden und dabei einen ca. 3 Finger hohen Rand formen. Teig mit Backpapier auslegen, Bohnen hineingeben, ca. 10 Min. bei 200 Grad vorbacken.
Danke an Claudia Schmidt von www.foolforfood.de für folgenden Tipp: Den vorgebackenen Teig mit einem verquirlten Eigelb bestreichen, noch einmal für 1 Minute ins Backrohr, dann schließt der Teig gut ab und weicht nicht vom Belag auf.
Die Ribiseln abrebeln. Eigelb mit Zucker und Vanillinzucker schaumig rühren. Haselnüsse, das steif geschlagene Eiweiß und die Johannisbeeren locker unterheben. Auf dem vorgebackenen Teig verteilen und noch einmal in den heißen Ofen schieben.
Bei 200 Grad noch ca. 30 Min. backen.



Edit: Aus welchem Grund auch immer waren die Fotos verschwunden, daher neue Fotos eingestellt am 20.6.2012.  Kuchen schmeckt unverändert gut!

Eingelegter Ziegenkäse

Schnittfesten Ziegenkäse entweder am Stück oder geschnitten in ein gut schließendes Glas legen. Darauf kommen eine getrocknete, eingeritzte Chili-Schote, 2 geschälte Knoblauchzehen, 1 Zweig frischer Rosmarin und einige Zweige Thymian. Dann wird mit Olivenöl aufgefüllt, bis der Käse einen Finger hoch bedeckt ist. Einige Tage durchziehen lassen, dann mit frischem Baguette genießen.
Dazu passt auch hervorragend Zwiebelmarmelade aus roten Zwiebeln!

Erbeermarmelade mit grünem Pfeffer

1 kg Erdbeeren
1 Bio-Zitrone (Saft und Schale)
1 bis 2 (je nach Länge) Vanilleschoten
1 kleines Glas eingelegten grünen Pfeffer (ca. 30 Gramm)
1 Packung Gelierzucker 2:1



Die Erdbeeren säubern und entstielen, mit dem Mixer fein pürieren. Den grünen Pfeffer abtropfen lassen, zu den Erdbeeren geben. Von der Zitrone die Schale abreiben und den Saft auspressen, beides ins Erdbeerpüree einrühren. Die Vanilleschote(n) aufritzen, das Mark herauskratzen, auch zu den Erdbeeren hinzufügen. Alles mit dem Vanillezucker zwei bis drei Minuten aufkochen. Wenn die Gelierprobe gelingt, kann die Konfitüre in saubere Twist-Off-Gläser gefüllt werden. Die gut verschlossenen Gläser für ca. ½ Stunde auf dem Kopf stehen lassen.


Melanzani-Antipasti mit Pfefferminze

Zutaten:
1 kg Melanzani
7 EL frische, gehackte Pfefferminze (trockene geht auch, aber frische ist einfach besser)
3 Zitronen (ca. 5 EL Saft)
Salz und Pfeffer
5-7 EL Olivenöl

Zubereitung:
Ofen auf 175° Umluft vorheizen. Zwei Backbleche mit Olivenöl bestreichen (nicht geizig sein) und beiseite stellen - noch nicht in den Ofen.
Melanzani waschen, Stiel entfernen und in runde Scheiben von 1 cm Dicke schneiden.
In eine große Schüssel geben, salzen und ordentlich durchrühren, so 15 Min. stehen lassen, damit die Melanzani Wasser ziehen - siehe Foto!

Die Flüssigkeit mit Küchenrolle abtupfen, dann die restlichen Zutaten zufügen und wieder ordentlich verrühren, die Scheiben neigen dazu, aneinander zu kleben, also muss manchmal händisch nachgeholfen werden.
Die Melanzanischeiben auf die zwei Backbleche verteilen und ca. 30 Minuten im Ofen backen. Zwischendurch immer wieder wenden!



Am besten schmecken die Melanzani, wenn sie mind. 24 im Kühlschrank durchziehen konnten. 
Haltbar ca. eine Woche.

Erdbeer-Waldmeister-Gelee

Erdbeer-Waldmeister-Gelee


Ca. 1,5 kg Erdbeeren
Waldmeister (ca. 1 EL Blätter)
1 Packung Gelierzucker 2:1
Saft von 1 Zitrone

Der Waldmeister schmeckt intensiver, wenn er nicht sofort nach der Ernte verwendet wird, sondern zwei bis drei Stunden trocknen kann.
Den Waldmeister über Nacht in den Tiefkühler geben. So schmeckt er am besten!

Die gesäuberten, entstielten Erdbeeren mit ca. 1/8 l Wasser für 10 Minuten kochen lassen, dann durch ein Mulltuch abseihen. Der Saft sollte ca. ¾ Liter ergeben. Die Blätter des Waldmeisters fein wiegen, in den Saft geben, Zitronensaft zufügen, mit dem Gelierzucker eine Minute kochen. Gelierprobe machen. Wenn das Gelee stockt, in saubere Twist-Off-Gläser füllen, zuschrauben und die Gläser ½ Stunde auf den Kopf stellen.




Update vom 11.  Juni 2013 - neue Fotos, nachdem das alte verschwunden ist!

Verlesene und gesäuberte Erdbeeren mit einem Schluck Wasser kochen, bis die Erdbeeren weich sind.

Durch ein Tuch abseihen. Ich habe danach die Erdbeeren im Tuch noch gut ausgedrückt, so kam ich ganz genau auf 3/4 l Saft.

Waldmeister hacken, zum Saft geben, Gelierzucker einrühren. Kochen. Gelierprobe machen. Abfüllen.

Butterbrot schmieren, Marmelade testen. Zufrieden lächeln! (Kommt automatisch)

Fisolensalat mit Eierschwammerln

Zutaten
500 g grüne Fisolen
500 g kleine Eierschwammerl
200 g Kirschparadeiser
1- 2 Schalotten
1 EL Butter
3 EL Weinessig
Zucker
1 EL Senf, mittelscharf
weißer Pfeffer
7 EL Sonnenblumenöl
1/2 Bd Petersilie

Zubereitung:
Die Fisolen putzen und schräg halbieren. In kochendem Salzwasser 8 Minuten blanchieren, sofort abschrecken und abtropfen lassen. Die Eierschwammerln putzen, kurz waschen und gut abtropfen lassen.
2 EL Öl + 1 EL Butter in einer breiten Pfanne erhitzen, Schalotten und Schwammerl dazugeben und unter Schwenken braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Dann die Kirschparadeiser unterziehen und kurz mitbraten.
Essig, 1 Prise Zucker, Senf, Salz und Pfeffer verrühren. das restliche Öl und die gehackte Petersilie unterheben. Die Fisolen mit der Eierschwammerl-Paradeismischung und der Vinaigrette mischen und 10 Minuten durchziehen lassen, eventuell mit Salz und Pfeffer würzen.

Dazu passt Baguette!